Die wichtigsten Regeln auf dem Wasser beim Paddeln

Verhalten auf dem Wasser (Sicherheit geht vor)

Niemals Quer !!!

Jedes Jahr geraten Paddler in Seenot wie zB. auf der Müritz und nicht selten mit tödlichem Ausgang. Große Seen sollte man nie quer überfahren. Gerade in der Seenregion kann das Wetter in ein paar Minuten blitzartig umschlagen und aus einem lauen Lüftchen wird dann schnell ein Sturm. Man hat dann keine Chance mehr das Boot zu halten.

Vor ein paar Jahren haben wir so etwas auf dem Plauer See erlebt und es war die Hölle. Wir befanden uns etwa in der Mitte des Sees, als es plötzlich dunkel wurde und ein unheimlicher Sturm los brach. Damals hatten wir noch die aufblasbaren Kanus, konnten uns somit wenigstens einigermaßen stabil auf dem Wasser halten und sind nicht umgekippt. Allerdings sind die ca. 1 Meter hohen Wellen in die Boote geschlagen und waren voll Wasser. Mit den letzten Kraftreserven konnten wir uns dann irgendwann ans Ufer retten.

Wären wir damals schon mit unseren PE Kanus unterwegs gewesen, wären wir gekentert und ertrunken. Unsere Schwimmwesten hatten wir zwar bei, aber gut verpackt. Ein Fehler den viele Paddler machen. Deshalb sobald man sich auf dem See befindet, Schwimmwesten an, auch wenn sie bei 30 Grad im Schatten alles andere als bequem sind. Also wenn es über den See geht dann immer in der Nähe des Ufers bleiben. So hundert bis höchstens zweihundert Meter sollte der Maximalabstand meiner Meinung nach betragen wenn das Wetter entsprechend ist.

Gegenwind beim Paddeln

Wenn es Windig ist und entsprechend Wellen das Paddeln erschweren und man das Gefühl hat, sich eher rückwärts statt vorwärts zu bewegen, sollte man irgendwie versuchen auf die Seite des Sees zu gelangen aus der der Wind kommt, auch wenn man dafür erstmal ein Stück in die entgegengesetzte Richtung seines ürsprünglichen Zieles paddeln muss. Dort sind die Wellen dann kaum noch spürbar und man kommt besser voran.

Richtig Schleusen

An den meisten Kanälen befinden sich Schleusen die das zu schnelle Ablaufen des Wassers vermeiden und so überhaupt eine befahrbarbeit der Kanäle ermöglichen.  Mit dem Boot fährt man oben rein  unten wieder raus oder eben umgekehrt. Allerdings  kommt es immer wieder zu unötigen Wartezeiten weil viele nicht wissen wie man sich an einer Schleuse richtig verhält.

Vor allen Schleusen gibt es ein Signal. Rot bedeutet Warten – Grün bedeutet, das man die Schleuse befahren kann. Wenn man auf eine Schleuse zufährt gibt es auf der rechten Seite ein Wartezone. Dort sucht man sich ne freie Stelle und dann heisst es warten. Wenn die entgegenkommenden Boote die Schleuse verlassen, kommt dann irgendwann das grüne Signal. ACHTUNG !!!! Noch nicht lospaddeln, es sei denn man ist ganz alleine 🙂

Als erstes hat immer die Berufsschiffahrt Vorrang. (Ausflugsdampfer , Schwimmbagger oder sowas) Wenn dann noch Platz ist fahren als nächstes alle Motorboote hinterher. Erst danach kommen die Paddelboote und Kanus und bleiben hinter den letzten Motorbooten stehen. Bitte nicht neben einer Motoryacht, denn wenn der Skipper das Boot an der Schleusenwand befestigt weil er keine ahnung hat, (Charter) hängt die Yacht zB bei einer Abwärtsschleusung an den Seilen fest, die dann natürlich reissen und durch das zurückschnellen ins Wasser alles zermalmen, was sich dann seitlich neben der Yacht im Schleusenbecken befindet. Beim Rausfahren läuft das dann natürlich genauso ab.

Schleuse Fürstenberg

Ach und wenn irgend einer der Skipper seinen Motor während der Schleusung die schon mal 10 bis 20 Minuten dauern kann, laufen lässt, dann macht den zur Schnecke, denn das wird dann natürlich unerträglich vor Gestank.

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